So bringen Sie den Job und die Kinder unter einen Hut

Für viele Eltern beginnt nicht nur zu Hause mit der Geburt des ersten Kindes ein ganz neuer Lebensabschnitt – auch das Arbeitsleben ist dementsprechend für beide Elternteile vom Wandel betroffen. Wie Sie Arbeit, Kinder und den restlichen Alltag unter einen Hut bekommen, lesen Sie hier.

Im Alltag prallen die Bereiche Arbeit, Kinder und Freizeit direkt aufeinander und man weiß sich manchmal keinen Ausweg. Beispiel: Die Kita schließt um 16 Uhr – doch die Besprechung für das aktuelle Projekt dauert bis 19 Uhr. Und eigentlich steht um 20 Uhr auch noch der Fitnesskurs auf dem Programm.

Wenn keine Großeltern oder Freunde einspringen können, um die Kinder zu betreuen, stecken Eltern in der Zwickmühle. Dabei gibt es durchaus Hilfe und auch finanzielle Unterstützung für berufstätige Eltern.

Wie können Eltern Lücken in der Kinderbetreuung stopfen?

Leider sind die Bestimmungen bezüglich der Kinderbetreuung von Kommune zu Kommune recht unterschiedlich. Eine zentrale, bundesweit helfende Anlaufstelle gibt es nicht. Einige Kommunen haben aber den großen Bedarf erkannt und beispielsweise Familienbüros eingerichtet. Dort können Eltern eine Art Betreuungsbörse nutzen und erfahren, welche Möglichkeiten es vor Ort überhaupt gibt. Decken sich die Kindergartenzeiten nicht mit den eigenen Arbeitszeiten, gibt es bundesweit eine weitere Hilfsmöglichkeit: die lokalen Bündnisse. Sie sind ein Zusammenschluss aus Unternehmen, Wohlfahrts- und Elternverbänden und werden vom Bundesfamilienministerium getragen. Die Helfer organisieren beispielsweise eine Notfallbetreuung, falls ein Elternteil krank wird. Mittlerweile gibt es sie an 670 Standorten im Bundesgebiet.

Gibt es Fördergelder, mit denen Eltern zusätzliche Betreuung finanzieren können?

Einen eigenen Fördertopf gibt es leider nicht. In manchen Kommunen müssen Familien mit geringem Einkommen oder Alleinerziehende weniger oder gar keine Elternbeiträge für die Betreuung zahlen. Wer zusätzlich eine Tagesmutter beschäftigen muss, kann dies aber steuerlich geltend machen.

Muss der Arbeitgeber die Öffnungszeiten der Kita berücksichtigen?

Grundsätzlich bestimmt der Arbeitgeber, zu welchen Zeiten der Arbeitnehmer arbeiten muss. Er hat dabei aber die Pflicht, auf die Belange des Arbeitnehmers Rücksicht zu nehmen – es gab diesbezügliche richterliche Beschlüsse. Dazu gehört zum Beispiel auch, die Öffnungszeiten der Kita zu beachten. Das muss er allerdings nur soweit tun, wie ihm das bei der Organisation ohne größere Probleme möglich ist. Erzwingen kann der Mitarbeiter nichts.

Konkrete Möglichkeiten, den Neustart nach der Elternzeit zu erleichtern

Vielen jungen Müttern fällt der Neueinstieg ins Berufsleben nach der Elternzeit schwer. Dabei gibt es einige ganz konkrete Punkte, deren Beachtung den Neustart deutlich erleichtern.

Weiterbildung:

Wenn Sie ein oder mehrere Jahre nicht im Berufsleben gestanden haben und nicht an Ihren alten Arbeitsplatz zurückkehren können oder wollen, ist es manchmal etwas schwierig, einen neuen Einstieg zu finden. Und selbst der Wiedereinstieg in die alte Firma ist nicht immer leicht. Es gibt daher viele unterschiedliche Weiterbildungsmaßnahmen, die Ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhöhen und darüber hinaus auch Kontakte zu anderen Müttern schaffen können.

Stärken erkennen:

Die Qualitäten, die Sie im Alltag entwickelt haben, können auch für Firmen von Nutzen sein: Zeit- und Krisenmanagement, Organisationstalent, Verwaltung von Etats und vieles mehr. Also gehen Sie ruhig und selbstbewusst an Ihre neuen Aufgaben heran. Das Wichtigste ist jedoch, dass Ihnen die neue Aufgabe Spaß macht, sonst wird die Doppelaufgabe Kinder und Beruf zu einer Belastung.

Praxiserfahrung:

Manchmal erleichtert eine Krankheitsvertretung oder ein Praktikum den Einstieg in den Beruf oder bietet eine Neuorientierung. Stellen Sie Ihr Licht auf keinen Fall unter den Scheffel, sondern nutzen Sie auch hierfür die Zeit zu Hause produktiv.

Betreuung für das Kind:

Um Beruf und Kind unter einen Hut zu bekommen ist die richtige Unterbringung zum Beispiel in einer Krippe, Kita oder bei einer Tagesmutter essentiell. Leider ist es bis heute sehr schwer, einen Betreuungsplatz zu bekommen. Oft müssen Sie lange Wartezeiten einkalkulieren. Doch große Unternehmen – insbesondere solche, die international ausgerichtet sind – bieten teilweise firmeninterne Betreuung und Kitas an. Informieren Sie sich also rechtzeitig, welche Möglichkeiten in Ihrem Unternehmen und in Ihrem Wohnort zur Verfügung stehen.

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